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Alt 28.10.2007, 18:05   #9 (Permalink)
Radost
FlirtXpert-Anwärter
 
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Registriert seit: 07.09.2007
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Standard Untreue

Dieser Mann hat seine Einstellungen nicht geerbt, sondern aus eigenen Erfahrungen aufgebaut. Ich wage mal die Zusammenfassung des Monologs.

Ich will voranschicken, dass ich seine Pauschalisierung nicht gut finde und seine vulgäre, sexistische Sprache nicht ansprechend. Es geht mir hier um eine (womöglich authentische) Meinungsäußerung eines Einzelnen, die ein Fünkchen Wahrheit beinhalten könnte, zumindest aus der Wahrnehmungsperspektive dieses Tony". Er lässt sich verstehen, er spricht total offen und direkt. Sprache bleibt Sprache, auch wenn sie für einen ungewohnt und primitiv wirkt.

Er verachtet die Frauen ("nicht alle, es gibt auch Ausnahmen"), die "nicht genug kriegen können" und mit vielen Männern ins Bett steigen ("ficken von einem zum anderen", "billige kleine Flitchen").

Er kritisiert ihre
- Unprofessionalität (sich verlieben, wenn sie einen tollen Fick samt einzigartigem Orgasmus erlebt haben)
- Doppelmoral (viel heimlich experimentieren, aber es vor ihrem eigentlichen Freund geheimhalten wollen),
- Risikobereitschaft ( sexuell die "Seuche" sich holen),
- Anspruchslosigkeit ("die nehmen doch jeden Schwanz in den Mund")
- Untreue ("verhurte Schlampen")
- falsche Scham (Sex haben wollen, wenn sie ihre Tage haben, aber sich genieren bei "Fotzenfurz")
- Emanzipation ("nur am Flennen sind sie..."),
- erotische Unflexibilität (andere Haarfarbe, Sexspielzeug...)

Dieser Mann sieht sich sexuell missbraucht als derjenige zum Fremdgehen, weil die Frauen, die er kennt, mit ihrem Partner nicht zufrieden sind. Seine Hauptaussage ist, er wiederholt es: "Egal, wie Du es als Mann machst, Du machst es verkehrt".

Er sagt leider nicht viel explizit dazu, wie denn eine achtenswerte Frau seiner Meinung nach sein müsste, er gibt einen Fingerzeig: "Eine, die zu ihrem Mann steht und nicht herumbaggert, flirtet,Eine, die einfach mal das Maul hält und das macht, was ein Mann sagt, denn wir haben den Plan, ...dicke Titten, die froh sind, wenn sie richtig durchgefickt werden". Er ist enttäuscht, dass es bei den guten Frauen über kurz oder lang auch dazu kommt, dass "sie sich ficken lassen".

Sieht er sich als Rächer? Nun, er will es anscheinend den Frauen heimzahlen, indem er das Fremdgehen fördert und mit jenen Frauen Sex hat, die fremdgehen wollen. Er will sie sexuell ausnutzen ("ohne Spaß"), solange die Frauen "nicht anständig" sind und sich "nicht korrekt verhalten". Er sieht sich provoziert. Er nimmt die Fick-Angebote an, obwohl ihm das Thema "Ficken" nervt.

Und dann sagt er: "Der Mann braucht Abwechslung, um sich zu befriedigen", wenn er eine "geknackt hat", "und die Fotzen kommen damit nicht klar". M.E. steckt im letzten Zitat der Kern seiner Wut auf die Frauen, sinngemäß: Die Frauen sind nicht treu, weil sie mit ihren Partnern sexuell unzufrieden sind, kritisieren aber die Männer, die Abwechslung im Bett brauchen und daher ebenso fremdgehen. Also geht es ihm anscheinend um eine Absage an dem unterschiedlichen Maßstab, der angelegt wird. Oder sogar darum, dass Frauen ihren Mann NICHT betrügen sollen, während der Mann naturgemäß kurze sexuelle Nebenbeziehungen eingehen darf? Was will er - keinen radikalen Sex, sondern liebevollen, sparsamen Sex??

Ich will hier nicht meine eigene Meinung zum Thema "Exklusivität" und Doppelmoral kundtun. Ich wollte nur den Inhalt des Videos verbalisieren.

Gruß, Radost
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Liebe ist Urlaub von sich selbst. (Michael Mary)

Geändert von Radost (28.10.2007 um 18:30 Uhr). Grund: Erg?nzung
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